Dieses Konzert widmet sich Klangräumen, die von der Natur des Nordens inspiriert sind. Unterschiedliche Epochen und musikalische Sprachen treten in einen Dialog, der die Beziehung zwischen Klang und Raum erfahrbar macht.
Tarkiainens »Songs of the Ice« ist dem isländischen Gletscher Okjökull gewidmet, der in Folge des Klimawandels verschwunden ist. Das Eis, das sich mit den Jahreszeiten ausdehnt und zusammenzieht, entfaltet hier eine ganz eigene Bewegung und Klanglichkeit. Spannungsreiche, transparente Strukturen machen feine innere Veränderungen hörbar, während die sich langsam wandelnden Klänge einen weiten akustischen Raum eröffnen.
Haydns Trompetenkonzert entstand 1796 für die damals neu entwickelte Klappentrompete und erschloss dem Instrument völlig neue klangliche Möglichkeiten. Sibelius’ Sinfonie Nr. 5 ist tief in der nordischen Natur verwurzelt. Besonders das Finale, inspiriert von der Beobachtung fliegender Schwäne, entfaltet eine organisch wachsende Klangarchitektur von eindrucksvoller Weite. Aus einfachen motivischen Keimen entwickelt sich eine sinfonische Form, die durch ihre besondere Zeitlichkeit und klangliche Klarheit geprägt ist.
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