Dieses Programm widmet sich den Anfängen von Schuberts sinfonischem Denken im Spannungsfeld zur Musik Mozarts. Die Ouvertüre D-Dur D 74A, rekonstruiert aus einem Streichquartett-Fragment, lässt bereits Schuberts deutlich orchestrale Anlage erkennen. Mozarts »Maurerische Trauermusik« steht für jene klassische Tradition, aus der Schubert seine eigene sinfonische Sprache entwickelte. Im Dialog zwischen Mozarts Rondo KV 373 und Schuberts Konzertstück D-Dur D 345 wird die zunehmende Entfaltung des solistischen Ausdrucks hörbar. Das Andante aus Schuberts unvollendeter Sinfonie Nr. 10 ist nur in Form von Klavierskizzen überliefert und erklingt hier in einer Orchesterfassung. Seine klangliche Weite und innere Tiefe weisen bereits auf die sinfonische Welt Bruckners und Mahlers voraus. Die Sinfonie C-Dur lässt schließlich erkennen, wie konsequent Schuberts musikalisches Denken von Beginn an auf den sinfonischen Raum ausgerichtet war.
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