»Jinghunji« (dt. »Der Schrei der Seele«) basiert auf dem klassischen Drama »Macbeth« von William Shakespeare.
Die Handlung spielt im alten China. Das Königreich Wei wird plötzlich vom Königreich Xu angegriffen und steht am Rande des Untergangs. General Ziyin von Wei übernimmt das Kommando in dieser kritischen Situation, führt seine Truppen zum Sieg und kehrt triumphierend zurück. Auf dem Rückweg begegnet er drei Hexen, die ihm drei Prophezeiungen überbringen: Zuerst wird er zum Marquis von Jingbian ernannt, dann zum Kanzler befördert und schließlich wird der König.
Zunächst schenkt Ziyin diesen Vorhersagen keinen Glauben. Doch als die ersten beiden Prophezeiungen in Erfüllung gehen, wird er von der Gier nach Macht verführt und gerät in einen inneren Konflikt zwischen Gewissen und diesem Streben nach Macht. Auf Drängen seiner Frau Qijiang begeht er schließlich den Mord am amtierenden König und besetzt den Thron. Nach der Thronbesteigung leben beide jedoch in ständiger Angst. Letztlich führt dieses Zusammenspiel aus Gewissensbissen und der Bedrohung durch feindliche Truppen zu einem psychischen Zusammenbruch, der in einem Drama der Selbstzerstörung des Paares endet.
Die traditionelle Kunst der Anhui-Oper verbindet sich mit mutigen Innovationen. Um den klassischen Hintergrund darzustellen, wird mit virtueller und expressiver Form inszeniert.
Das Anhui-Peking-Opern-Theater wurde im Jahr 2005 durch die Fusion des ehemaligen Anhui-Opern-Ensembles und des Anhui-Peking-Opern-Ensembles gegründet. Es ist eine direkt der Kultur- und Tourismusabteilung der Provinz Anhui unterstellte öffentliche Einrichtung und wird derzeit von der Anhui Performing Arts Group verwaltet. Das Theater ist eine der repräsentativen Schutzeinrichtungen des nationalen immateriellen Kulturerbes (Anhui-Oper) der ersten Gruppe in China. Außerdem ist es eine der ersten provinziellen Übertragungseinrichtung der Kultur- und Tourismusabteilung (Provinz Anhui). Im Jahr 2011 wurde das Theater in die Liste der staatlichen Kunstinstitutionen aufgenommen. Diese dürfen ihre öffentliche Trägerschaft beibehalten - veröffentlicht vom Ministerium für Kultur und Tourismus in Zusammenarbeit mit der Zentralen PR-Abteilung der KPCh.
Seit seiner Gründung ist das Theater eine tragende Kraft in Forschung, Bewahrung und Aufführung der Anhui- und Peking-Oper. Es ist verantwortlich für die Entwicklung und Pflege des künstlerischen Erbes, die Ausbildung von Talenten, die künstlerische Ausstattung sowie für Bühnenaufführungen.
Die Anhui-Oper ist eine der regionalen Opernformen der Provinz Anhui in China. Ursprünglich bekannt als »Huidiao« oder »Erhuang Diao« reicht ihre Geschichte bis in die Ming-Dynastie zurück. Während der Qianlong- Periode der Qing-Dynastie wurden die sogenannten »Vier großen Anhui-Opern-Truppen« in die Hauptstadt Beijing eingeladen und erlebten da ihre Blütezeit. Dabei integrierte die Anhui-Oper verschiedene Gesangsarten, darunter Erhuang und Xipi und legte zugleich den Grundstein für die Entstehung der Peking-Oper.
Die künstlerischen Merkmale der Anhui-Oper sind unverkennbar: Ihre Gesangsstile sind sanft und melodisch, hauptsächlich geprägt von Blasgesang, Plucksongs und der Pihuang-Tradition. Die Darstellung auf der Bühne ist kraftvoll und ausdrucksstark, häufig mit Tanz und Gesang verbunden und besonders für ihre Kampfszenen bekannt.
Als bedeutender Vorläufer der Peking-Oper hat die Anhui-Oper weitreichenden kulturellen Einfluss. Ihre künstlerische DNA ist auch in vielen südchinesischen Opernformen spürbar. Am 20. Mai 2006 wurde die Anhui-Oper offiziell als nationales immaterielles Kulturerbe anerkannt, was ihre hohe historische und kulturelle Bedeutung für die Forschung zur Entwicklung und Bewahrung der chinesischen Oper unterstreicht.
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