Ein Wilhelm, ein Apfel, ein Hut … und sonst? Dass die Geschichte um Wilhelm Tell sehr viel mehr in sich trägt als Wilhelms, Äpfel und Hüte, das wird in diesem Ringen um Macht, Unterdrückung und Freiheit klar. Aus einer nachvollziehbaren Weigerung wird schnell Widerstand. Eiserne Unterdrückung durch die Mächtigen bedeutet schnell viele widerständige Fäuste der Machtlosen. In der Urschweiz des wilhelm tell gilt hier also: »Wo rohe Mächte gewissenlos walten, da wird sich Widerstand gestalten.«
In der Musical-Version frei nach Friedrich Schillers wilhelm tell werden die inneren Gefüge der Macht beleuchtet und kritisch auf den Prüfstand gestellt. In der Vorlage bleibt das Funktionieren und Unterdrücken der Macht im Hintergrund, im Musical aber sind die regierenden und ausbeutenden Figuren sehr viel sichtbarer. Der Landvogt Gessler, der die Urschweizer Landen mit eiserner Faust verwaltet, tritt in der Fassung von Hans Dieter Schreeb und den Liedtexten von Wolfgang Adenberg als macht- und geldgieriger Despot auf. Er ist nur darauf bedacht, seine Stellung um jedes mögliche Stück zu verbessern – und dabei so reich und mächtig zu werden, wie es nur geht. So gegenwärtig wirkt wohl kaum eine andere Version des wilhelm tell.
↗ Karten im service_center
(05121 1693 1693, service@tfn-online.de)
↗ Webshop über reservix mit zusätzlichen Gebühren