Dieses Konzert widmet sich frühen Werken dreier Komponisten, die auf unterschiedliche Weise die russische Musiktradition geprägt haben. Es zeigt, wie sich eine individuelle musikalische Stimme innerhalb dieser Tradition herausbildet.
Rachmaninows »Jugendsinfonie« entstand während seiner Studienzeit am Moskauer Konservatorium und blieb unvollendet. Der erhaltene Satz lässt bereits jene dunkle Klangfarbe und melodische Intensität erkennen, die sein späteres Schaffen kennzeichnen sollten.
Tschaikowskis Violinkonzert zählt zu den bedeutendsten Gattungsbeiträgen seiner Art. Die Solovioline entfaltet eine kantable Ausdruckskraft im Dialog mit dem Orchester, durchzogen von russischer Lyrik und Melancholie.
Schostakowitschs Sinfonie Nr. 1 entstand als Abschlussarbeit am Konservatorium. Der überwältigende Erfolg des Werkes begründete seine Laufbahn und machte ihn zu einer zentralen Figur der sowjetischen Musik. Zugleich markiert es den Beginn eines künstlerischen Weges, der später zunehmend von Spannungen zwischen individueller Schöpferkraft und gesellschaftspolitischen Erwartungen geprägt sein sollte. In dieser frühen Sinfonie begegnet uns jedoch eine Musik von jugendlicher Frische und origineller Erfindungsgabe.
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