Der junge Bildhauer Brindsley Miller träumt von einer großen Künstlerkarriere. An einem Sonntagabend bereitet er gemeinsam mit seiner Verlobten seine Wohnung für den Besuch des reichen Kunstmäzens Godunow vor. Er will ihm und seinem zukünftigen Schwiegervater imponieren, indem er seine schäbigen Möbel gegen die exquisiten Antiquitäten seines vorübergehend verreisten Nachbarn Harold austauscht − natürlich ohne dessen Wissen. Als plötzlich der Strom ausfällt, ist die Panik groß. Kerzen und Streichhölzer sind nicht aufzutreiben, der Elektriker lässt auf sich warten und Nachbar Harold kehrt überraschend früher von seiner Reise zurück. Als dann auch noch Miss Furnival, die Schnapsdrossel von nebenan, und Brindsleys Ex-Freundin Clea auftauchen, nimmt das Chaos unweigerlich seinen Lauf …
Peter Shaffer gelang mit seiner 1965 am Londoner National Theatre uraufgeführten komödie im dunkeln der internationale Durchbruch. Die Idee dazu entstammt der Peking-Oper und ist so einfach wie bestechend: Die Bühne ist hell, wenn sie für die Darsteller_innen im Dunkeln liegt, und dunkel, wenn das Licht angeht. Das heißt: Die Figuren sehen an diesem Abend nichts, doch die Zuschauer_innen dafür umso mehr. Während sich alle Figuren unsichtbar und somit unbeobachtet wähnen, bahnen sich Situationskomik und erhellende Missverständnisse ihren Weg durchs Stück. Ein Feuerwerk an Pointen voller Witz, Tempo und Slapstick.
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