Hier wird die Geschichte vom Aschenputtel erzählt, wie man sie kennt und liebt – und doch ein bisschen anders. Die Stiefmutter, bei der Cinderella seit dem Tod ihres Vaters lebt, führt nämlich ein Opernhaus, in dem Cinderella schuften muss – Noten kopieren, Kontrabass spielen, während ihr Kopf voll eigener Musik steckt. Im nahen Schloss schreibt zur selben Zeit der Prinz lieber Gedichte, als ans Heiraten zu denken. Nun soll er aber bei einem Ball seine zukünftige Gattin
auswählen – unter anderem mit Hilfe eines Gesangswettbewerbs. Eine gute Fee spielt Cinderella eins der Gedichte des Prinzen zu, zu dem ihr sogleich eine betörende Melodie einfällt. So schön, dass die zickigen Stiefschwestern sie ihr stehlen. Aber natürlich gibt es für Cinderella und den Prinzen mit etwas Nachhilfe von der guten Fee ein harmonisches Ende …
Die 2005 geborene britische Komponistin Alma Deutscher schrieb ihre ersten ernstzunehmenden Werke mit sechs Jahren und wurde von Persönlichkeiten wie Zubin Mehta und Sir Simon Rattle in der Klassikwelt bekanntgemacht. Seit einigen Jahren lebt und studiert sie in Wien. Ihre Musiksprache basiert auf Stilen des 18. und 19. Jahrhunderts, und in diesem vermeintlich überholten Idiom verblüfft sie Publikum und Kritik gleichermaßen mit frischer melodischer Inspiration und formaler Raffinesse. Die abendfüllende deutschsprachige Version von Cinderella wurde 2016 in Wien uraufgeführt, nun kommt die Aschenputtel-Version mit autobiografischem Augenzwinkern als Musikmärchen für die ganze Familie auf unsere Bühne.
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↗ Für Kinder ab 6 Jahren und Schulklassen gibt es auch eine gekürzte Fassung. (Siehe Spieltermine)